p1 Tonia (Gast)
Ich muss für die Schule (12. Klasse) eine Wertung zu einem Auszug aus "Romeo und Julia auf dem Dorfe" von Gottfried Keller schreiben.
Könnt ihr mir vielleicht helfen? Was könnt ich noch schreiben? Wie klingt es besser? Oder hab ich sogar am Thema vorbei geschrieben?
Ich bin in solchen Dingen einfach nicht so gut. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Vorgeschichte:
-zwei verfeindete, verarmte Bauernfamilien
-Sali und Vrenchen(Kinder der Bauern) verlieben sich ineinander
-treffen sich wieder
-Vater von Vrenchen erwischt beide
-Sali schlägt ihn mit einem Stein > Vater wird verrückt
-Vrenchen verkauft Haus und Hof
-beide wollen einen gemeinsamen Tag miteinander verbringen
Inhalt des Auszugs:
-Sali holt Vrenchen ab
-beide warten noch auf eine Bäuerin, die das Bett gekauft hat und es abholen will
-Bäuerin erscheint
-Vrenchen erzählt, dass Sali in der Lotterie gewonnen hätte und beide nun heiraten und in eine Villa in die Stadt ziehen wollen
-Vrenchen lädt Bäuerin zu Besuch ein
-Sali und Vrenchen machen sich auf den Weg und einen schönen Tag miteinander zu verbringen
Ich habe die freie Wahl worüber ich eine Wertung schreiben möchte. Meine Wertung:
Die Frage ist nun: Warum lügt Vrenchen?
Sali und Vrenchen möchten einen schönen gemeinsamen Tag miteinander verbringen, sie haben sich beide chic angezogen und etwas Geld zusammen gesammelt und wollen sich nun auf den Weg zum Tanz in ein Nachbardorf machen. Beide warten nur noch auf eine Bäuerin, die das Bett abholen kommt.
Ein Grund für Vrenchen Lügen konnte sein, dass sie sich ihren schönen Tag nicht verderben möchte. Beide haben sich herausgeputzt und träumen davon reich zu sein und voller Überzeugung, dass es doch noch ein Happy End für ihre Liebe geben könnte, spricht Vrenchen ihren Traum laut gegenüber der Bäuerin aus und lädt diese sogar zu ihrem potentiellen neuen zu Hause ein.
Aber was wäre die Alternative gewesen? Vrenchen hätte auch die Wahrheit sagen können, dass die Liebe der Beiden aussichtslos ist und sie einen schönen Tag mit einander verbringen wollen, um ihre Probleme mal für eine kurze Zeit zu vergessen. Hier findet sich aber wiederum ein neues Problem. Denn wenn Vrenchen die Wahrheit sagen würde, müsste sie erklären, wie sie ihre Zukunft planen. Da Vrenchen mittellos ist, müsste sie bei irgendjemanden angestellt werden, was gleichsam die Trennung der beiden bedeuten würde und das Aus ihrer Liebe. Entscheiden sich beide aber für ihre Liebe hätten sie in der damalige Zeit nur die Wahl sich umzubringen oder in Spott und Armut ihr Leben zu fristen. Letzteres widerspricht aber den moralenschen Grundsätzen ihrer Zeit, somit bleibt nur der Tod zur Erhaltung ihrer Liebe.
Da es sich aber für den Menschen nicht gehört seine Selbstmordpläne öffentlich zu machen, bleibt Vrenchen hier keine andere Lösung als zu flunkern.
Somit wären Vrenchens Lügen gerechtfertigt.
Könnt ihr mir helfen, dass diese Wertung besser klingt? Fallen euch bessere Argumente ein? (brauche ca 300 bis 400 Worte)
Danke im Vorraus, Toni.
16.11.2008 01:01
p2 Hausaufgaben Web
Du hast ja schon eine Mege geschrieben, was auch einleuchtend klingt. Ich würde vielleicht, das Wort flunkern bei deinen Ausführungen ersetzen (vielleicht durch "zu einer (Not)lüge greifen")
Wenn du noch mehr Text brauchst, könntest noch ausführlicher auf folgende Sachen eingehen:
-sind Lügen im allgemeinen schlecht (wenn du Ethik hast, kannst du mal auf dein wissen von dort zurückgreifen. Ein Vergleich zwischen deontologischen Ansätzen und teleologischen Ansätzen bringt bestimmt an die 200 Wörter zusätzlich ;-)
-Was würde passieren, wenn Vrenchen das und das machen würde, was wäre eine bessere Lösung
16.11.2008 14:05
p3 Tonia (Gast)
Ein weiterer Versuch von mir:
Die Frage ist nun: Warum lügt Vrenchen?
Sali und Vrenchen möchten einen schönen gemeinsamen Tag miteinander verbringen, sie haben sich beide fein angezogen und etwas Geld zusammen gesammelt und wollen sich nun auf den Weg zum Tanz in ein Nachbardorf machen. Beide warten nur noch auf eine Bäuerin, die das Bett abholen kommt.
Ein Grund für Vrenchen Lügen könnte sein, dass sie sich ihren schönen Tag nicht verderben möchte. Beide haben sich heraus geputzt und träumen davon, reich zu sein und voller Überzeugung, dass es vielleicht doch noch ein gutes Ende für ihre Liebe geben könnte, spricht Vrenchen ihren Traum gegenüber der Bäuerin laut aus und lädt diese sogar in ihr potentielles neues zu Hause ein. In ihren Inneren ist ihr aber klar, dass es nur eine Träumerei ist, der sie nur zu gern nachhängt.Und auch ihre Liebe ist eine aussichtslose Verbindung, welcher beide, wenn auch nur für eine Tag, nachgeben wollen, um ihre Probleme für eine kurze Zeit zu vergessen.
Denn im sozialen Miteinander wie Beruf, Ehe, Familie und Elternschaft finden beide keine Zukunft. Der sich ihnen anbietende Mittelweg sich dem fahrenden Volk anzuschließen, das gerade im „Paradiesgärtlein“ feiert, wäre wiederum eine Bedrohung für ihre Liebe, da hier die Beziehungen untereinander ständig wechseln. Somit müssen sich beide auch dieser Gesellschaft entziehen und entscheiden sich für den Tod.
Alternativ hätten Sali und Vrenchen aber auch das Leben wählen können. Sie waren mittellos und hätten gemeinsam keinen Platz in der Dorfgesellschaft. Aber wenn sich Vrenchen bei jemanden anderen anstellen lassen würde und auch Sali eine Arbeit findet, würden beide zwar getrennt von einender und unverheiratet bei anderen Familie leben,aber beide hätten weiter leben können. Diese Lösung wäre gleichsam aber die Trennung der beiden und somit das Aus ihrer Liebe. Sie würden somit nur einen gemeinsamen Tag miteinander verbringen und danach ihrer Wege gehen.
Der Grund, der Vrenchen zu ihrer Lüge treibt, könnte also darin liegen, dass ihr klar ist, dass ihre Liebe eine aussichtslose Liebe ist, aber sie sich noch nicht für die ein oder andere Seite entschieden hat und immer noch auf ein Wunder hofft.
Beide hätten gern eine gemeinsame Zukunft in einer wirtschaftlich und familiär geordneten Gesellschaft gehabt. Dies wurde ihnen aber durch die Besitzgier, den Hass und die Dummheit und verlorene Arbeitsfähigkeit der Väter zunichte gemacht. Diese Umstände bilden die Grundlage für die schlechte Situation der Kinder und dieser konnten beide nicht entrinnen.
Mich selbst berührt diese Novelle von Gottfried Keller sehr und zeigt mir auch, dass Liebe nicht immer eine Chance hat. Ich selbst hätte mich nicht umgebracht, da ich finde, dass das Leben sehr viel mehr wert ist als eine Person an der man hängt. Denn verlieben kann man sich immer wieder, leben kann man aber nur einmal. Vrenchen hat zwar nun ihr zu Hause verloren, aber gleichsam war sie nun an einem Punkt angekommen, wo sie ihr Leben neu ordnen konnte. Denn sie kann sich nun bei einer anderen Familie anstellen lassen und wäre so aus ihrer Armut heraus. Sali hätte es hier viel schwerer gehabt, denn er wäre wieder nach Hause in das verfallene Gasthaus zurück gekehrt. Wenn er sich aber bei seiner Rückkehr nicht wieder von dem Trübsinn seines Vaters anstecken lassen würde, könnte er es mit dem Gasthaus noch zu etwas bringen. Und somit wären Vrenchen und Sali immer noch am Leben.
16.11.2008 22:48
p4 Max (Gast)
Mir gefällts ;-)
18.11.2008 00:12
p5 DzaviD (Gast)
Ich brauche die kurzfassung dieser novelle =( hat die jemand ?
20.01.2009 13:21
p6 Julian (Gast)
Mir fehlt bei deiner Wertung den Hintergrund. Der Grund für das lügen von Vrenchen muss ja von Keller eine bedeutung haben.
19.10.2009 20:19